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Ottmarsbocholt ist der ideale Ausgangspunkt für weitläufige Radtouren und Wanderungen im Münsterland.

Zu einer Pättkestour - also einer Radtour über schöne Wege (Pättkes) rund um Ottmarsbocholt und durch das Münsterland laden herrliche Landschaft und ein gut ausgebautes und ausgeschildertes Radwegenetz ein.

Radwanderwege über verschiedene Längen sind hervorragend ausgeschildert. Sie bieten sowohl für Familien-Ausflügler als auch dem ambitionierten Radler die Möglichkeit, je nach Geschmack die Gegend der Davert und des Münsterlandes zu erkunden.
Die örtliche Gastronomie und Gaststätten um Ottmarsbocholt laden zu einer Verschnaufpause ein.

Über 200 Rundwege von 10 bis 40 km Länge und vielfältige Themenrouten bilden zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten für längere Tages-, Mehrtages- und Wochenendtouren.

Hervorragend ausgearbeitete Radtouren finden Sie unter Kleems-Radtouren oder auch auf den Seiten der Münsterland-Touristik.

Wandern im Münsterland erfreut sich unverändert großer Beliebtheit, sicherlich weil beim Durchqueren der Landschaft im "Menschentempo" die besten Möglichkeiten zu intensiven Natur- und Landschaftseindrücken gegeben sind. Entdecken Sie die Davert mit ihren erholsamen Waldgebieten doch einmal auf "Schusters Rappen".

Das Münsterland mit seinen geringen Höhenunterschieden ist eine gute Wanderregion auch für ungeübte Wanderer oder für Familien mit Kindern.


Das älteste und auch wohl das größte Gebäude des Ortes ist die katholische Pfarrkirche St. Urban. Sie bildet auch den Mittelpunkt von Ottmarsbocholt und ist durch ihren hohen Turm bereits vom Weiten zu sehen. Der Kirchturm wurde laut Schätzungen 1488 erbaut. Der Rest des Kirchengebäudes ist mehrfach umgebaut und das jetzige Kirchenschiff ist in spätgotischer Bauweise errichtet worden. Das Baujahr 1488 des Kirchturms wird aus der ersten urkundlichen Erwähnung der Kirchengemeinde abgeleitet.

Wie auch in anderen Dörfern, siedelten sich die ersten Bewohner rings um die Kirche an. Dies ist noch an einigen gut restaurierten, denkmalgeschützten Fachwerkhäusern zu erkennen, die man bei einem Blick in die Kirchstraße oder in die Neustraße findet.

Wenn man den Rundgang um die Kirche über die Dorfstraße fortsetzt, findet man einen weiteren Brunnen. An dieser Stelle befand sich früher der allgemeine Dorfbrunnen. Das Brunnenloch wurde bei der Neugestaltung der Dorfstraße wiederentdeckt und an der Stelle ein neuer Brunnen errichtet. Auch hier befindet sich eine Bank, die rund um eine alte Trauerweide gebaut worden ist.

Gegenüber sehen Sie ein Denkmal. Es stellt den "Jallermann" dar. Der "Jallermann" ist ein Clown mit einer Ziehharmonika und das Maskottchen des Ottmarsbocholter Karneval, der als der größte Dorfkarneval im Münsterland gilt.

Wenn man nun der Dorfstraße in Richtung Ascheberg folgt findet man am Ortsrand eine alte Flügelwindmühle. Sie befindet sich in Privatbesitz und ist im inneren zu einem Wohnhaus umgebaut worden.

Folgt man der Dorfstraße in Richtung Senden, findet man den "Spieker". Der "Spieker" diente früher auf einem Bauernhof als Stroh- und Kornspeicher ( "Spieker" = Speicher ). Er wurde an seinem ursprünglichen Standort Stein für Stein abgetragen und hier im Ortskern wieder errichtet. Er dient nun den örtlichen Vereinen als Raum für Versammlungen oder gemütliche Herdfeuerabende. Im oberen Stockwerk befinden sich einige heimatkundliche Ausstellungsstücke, wie zum Beispiel das alte Uhrwerk der Kirchturmuhr.

Kultur, Geschichte und Brauchtum verbindet der „Spieker“ (Speicher) mit dem Backhaus im Ortskern Ottmarsbocholts miteinander. Im Backhaus werden regelmäßige Brotback-Tage veranstaltet. An jedem zweiten Samstag im Monat wird in einem alten Steinofen frisches Brot gebacken und ofenfrisch verkauft.

Hinter dem "Spieker"  befindet sich eine kleine Parkanlage mit einer großen Rasenfläche und einem Kinderspielplatz.

In Richtung Münster befindet sich noch ein erwähnenswertes Gebäude. Am Ortsrand hinter Bäumen verborgen liegt Haus Wallbaum. Es ist ein altes Herrenhaus mit einer Gräfte. Haus Wallbaum war früher im Besitz von Droste zu Vischering und wird nun von Graf Sternberg bewohnt.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind eine Vielzahl von Wegekreuzen und Heiligenfiguren in den Bauernschaften rund um Ottmarsbocholt. 

Für Antiquitätenfans bietet der monatliche Trödelmarkt ein reichhaltiges Angebot. Am zweiten Samstag jeden Monats versammeln sich viele Händler in der Festhalle Vollmer, um ihre Waren anzubieten. Dieser Trödelmarkt hat bereits viele Jahre bestand und bietet immer wieder die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und seine Sammlungen zu ergänzen oder zu vervollständigen.


In der näheren Umgebung von Ottmarsbocholt gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, die man mit dem Fahrrad oder mit dem Auto ansteuern sollte.

Die bekannteste ist wahrscheinlich das Schloss Nordkirchen. Aufgrund seiner Ausmaße und der barocken Gestaltung auch als das „Westfälische Versailles“ bezeichnet. Es ist das größte Wasserschloss Westfalens. Teile des Schlosses sind für Besucher freigegeben und können ebenso besichtigt werden wie der Park. Im Schloss ist zudem ein Restaurant untergebracht. Die Schlosskapelle kann für Trauungen gebucht werden.

Im Nachbarort Ottmarsbocholts, in Davensberg, findet man einen gut erhaltenen Burgturm, der im Zeitalter der Hexenverfolgung als Verlies und Folterkammer diente und nach Anmeldung besichtigt werden kann.

In Lüdinghausen, ca. 9 km von Ottmarsbocholt entfernt, finden Sie eine der schönsten Wasserburgen Westfalens, die Burg Vischering. Nur über eine lange Brücke zugänglich vermittelt sie den Eindruck von einer typisch mittelalterlichen Wehrburg. Die Burg kann innen und außen besichtigt werden. Ein Rundgang um die Gräftenanlage bietet zahlreiche reizvolle Blicke auf das alte Gemäuer.
Weitere sehenswerte Bauwerke in Lüdinghausen sind die Felicitaskirche mit den dicksten massiven Sandsteinsäulen Europas und die Burg Lüdinghausen aus dem 12. Jahrhundert.

Weiterhin empfehlenswert ist die Wildpferdebahn im Merfelder Bruch bei Dülmen und natürlich Münster mit dem Prinzipalmarkt, dem Dom, der Altstadt, dem Aasee, den Museen und Kirchen und dem Allwetterzoo.